Früher war ich ein richtiger Sportmuffel. “Sport ist Mord” war mein Lebensmotto. Allerdings war ich da auch noch jünger. Und ich wußte damals noch nicht, dass “kein Sport” und “ein Körper der vom ständigen Sitzen geformt wird” auch so quasi einen schleichenden, qualvollen Tod bedeutet. Über die Jahre wurde die Anzeige auf der Waage immer größer – und die Spiegel in meiner Wohnung immer kleiner.
Zum Glück habe ich mittlerweile kochen gelernt, so dass ich mir jeden Abend etwas gesundes und leckeres zaubern kann. Aber auch das allein reichte nicht, um die mühsam angefutterten Pfunde wieder los zu werden.
Also bleibt nur noch Sport als letzter Ausweg. Und ich muss gestehen, mittlerweile finde ich sogar gefallen daran. Es ist als ob mein Körper sich darauf freut. Und wenn das so ist, dann tue ich ihm natürlich gerne den Gefallen. Schließlich sind wir ja ein Team. Jetzt muss ich nur noch den Sport so stabil im Alltag verankern, dass ich ihn nicht wieder rausschieben kann, wenn es mal wieder eng wird.
Hat jemand von Euch Tipps diesbezüglich?
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Ich bin auch kein Sportler vor dem Herrn, und habe mir über Jahre das Motto angeeignet: Ich esse nicht! Ich “trinke” lieber …
Das hat natürlich auch seine Spuren hinterlassen, wenn auch eher an gewissen Körperzonen primär als insgesamt. Nach einer kürzlichen schweren Trennung habe ich dann binnen 3 Monaten 15 Kilo abgenommen. Vermutlich zur Hälfte Wasser und Muskelgewebe, denn der Bauch blieb (aber alte Hosen passten wieder *g*).
In der Zeit habe ich mich auf meine Arbeit konzentriert, vor dem Monitor natürlich, wollte aber trotzdem etwas tun. Also habe ich mich bei jeder Zigarette auf den Balkon in den Stuhl gesetzt, und beim Rauchen einfach die Beine angehoben. Sah dämlich aus, zugegeben, aber machte bereits auf einen Monat mächtig was an Beinmuckies. Ein Stuhl mit geschrägter Rückenlehne bewirkt das gleiche mit Bauchmuskeln und Po. Klingt komisch, funktioniert aber.
Der Beweis: Als ich dann ausziehen musste, und das in Ermangelung eines Balkons, nicht mehr mal eben alle Stunde machen konnte, wird der Bauch wieder etwas fülliger.
Und hey – dazu muss man kein Raucher sein. Man kann auch einfach mal so entspannen und die Füße hochhalten statt hochlehnen
Im Kleinen bringt viel etwas, habe ich festgestellt. Man muss keine Gewichte heben, man kann auch einfach mal die Muskeln sinnlos anspannen. Der Mythos, dass Muskelgewebe erst ab 20 Minuten anfängt sich aufzubauen ist ja inzw. widerlegt. Dann so alltägliche Dinge, wie zum Einkaufen laufen statt zu fahren (oder gefahren zu werden), respektive Fahrrad, und eben täglich einkaufen statt einmal die Woche … “Liegestütze” an der Wand einfach mal zwischendurch um sich auch von der Arbeit zu lockern, oder sinnlos rumhüpfen weil es Spaß bringt, das alles hilft Kalorien zu verbrennen und Muskeln aufzubauen. Im Kleinen, wie gesagt, aber unterstützt den Sport ungemein. Zumindest meine Erfahrung. So hält man sich auch vor dem Monitor immer mal in Schwung, und die Überwindung Sport zu machen ist nicht mehr ganz so groß.
Lg