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Der Wert des Menschen in einer hochgradig technisierten Welt
Gepostet von Peter Ihme in Gedanken
Ich habe gerade ein kurzes Video gesehen über den Einfluss der Technik in der Zukunft. In diesem Video hat ein Mitarbeiter von Intel ein Szenario ersonnen, in dem ein Milchshake auf dem Weg durch den Darm schnell mal nachschaut, ob wir vielleicht Darmkrebs oder irgendwelche Infektionen im Darm haben. Nun, wie das funktionieren soll, das können wir getrost der Zukunft überlassen. Ich will eigentlich auf einen anderen Aspekt hinaus.
In dieser Diskussion ging es auch um die Frage, ob diese technische Innovation allen zu Verfügung stehen würde, oder nur den wenigen, die es sich leisten können. Die Prognose des Intel Vertreters war, dass es sich vermutlich alle leisten können, da technische Lösungen skalierbar sind und dadurch billiger und billiger sind. Er machte weiterhin die Prognose, dass der einzige Vorteil von reichen Leuten in der Zukunft sein könnte, dass sie sich zusätzlich einen menschlichen Arzt leisten können. Ein solcher Arzt muss ein langes und kompliziertes Studium absolvieren und ist dementsprechend teuer.
Und das brachte mich auf einen Gedanken hinsichtlich des Werts des Menschen in einer technisierten Welt. Bisher haben wir viele Prozesse, die früher von Menschen durchgeführt wurden, durch Maschinen ersetzt. Die Maschinen haben damit den Menschen in vielen Bereichen verdrängt und damit auch in seiner ökonomischen Bedeutung für die Industrie entwertet.
Die Aussage in der Diskussion zeigt aber auch eine andere Seite. In dem Moment wo die Technik immer effizienter wird, immer leistungsfähiger und immer billiger, in diesem Moment schafft die Technik ein riesiges Angebot und entwertet damit sich selbst. Das einzig verbleibende rare Gut in einer solchen Welt wären dann die Menschen, die sich nicht so leicht “skalieren” lassen und bei denen mit der Skalierung keine Verbesserung der Kosteneffizient einhergeht. Damit könnte in dieser erdachten, hochgradig technisierten Welt der Mensch vielleicht das höchste Gut sein.