Kategorien
Abonnieren
Beliebte Artikel
- “Wowereit Du kannst gehen” von der Kleingeldprinzessin
- Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können
- Dan Ariely spricht über wann, wie und wie sehr wir schummeln
- Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht und der zuviel erwartet
- Frans de Waal: Moralischer Verhalten bei Tieren
Blogroll
- Iron Blogger Berlin
- Permission to Shine Mein Blog auf Englisch
7 Tolle Tipps für regelmäßiges Bloggen
Gepostet von Peter Ihme in Tipps
Der Januar ist schon rum. Der Alltag ist wieder eingekehrt. Und was war das noch mal am Anfang des Jahres? Was wollten wir da ändern? Welche Vorsätze haben wir damals gefasst? War das wirklich dieses Jahr? Es kommt mir vor als wäre das schon lange her. Aber nein, war es nicht. Und deshalb ist es jetzt, Anfang Februar, sinnvoll, die Vorsätze vom Jahresanfang noch mal aufzufrischen.
Für diejenigen, die sich vorgenommen haben, regelmäßig zu bloggen, habe ich hier ein paar Tipps:
1. Zeit zum Bloggen vorweg einplanen
Ich schätze jeder von uns kennt das: Ein Tag hat nur 24 Stunden und wir wünschten uns, es wären 40 um alles unterzubringen, was wir uns vorgenommen haben. Da wir alle nicht mehr Zeit bekommen werden, und da nur wenige von uns es schaffen ihre Erwartungen zu reduzieren, was sie alles in diesen 24 Stunden schaffen wollen, müssen wir periodisieren und planen.
Ein beliebtes Schema ist dabei die Eisenhower Methode und da landet bloggen bei mir regelmäßig in dem “Nicht wichtig, nicht dringend” Quadranten – genau wie viele andere angenehme Sachen. Deswegen brauchen wir alle auch einen gewisse Zeit für Muße und die müssen wir uns explizit vornehmen und manchmal auch erkämpfen.
Wenn wir uns so freie Zeit geschaffen haben, dann können wir uns auch gleich vornehmen, in dieser Zeit etwas zu bloggen.
2. Zu einem Ritual machen
Wenn wir uns vornehmen, regelmäßig zu bloggen, können wir auch gleich ein Ritual daraus machen. Ein Ritual ist ein sehr kraftvoller Mechanismus bei dem wir viele Entscheidungen und Handlungen automatisieren. Dadurch stellen wir uns nicht mehr die Fragen, ob, wann und wie wir etwas machen wollen – wir machen es einfach.
Für ein Ritual braucht es nicht unbedingt eines Schamanen, Räucherkerzen oder anderen Hokus Fokus. Für ein Ritual braucht man:
Hierzu ein Beispiel: Nehmen wir zum Beispiel die Trigger Bad, morgens und Zahnbürste. Bestimmt fällt jedem da sofort das Ritual “Zähne putzen” ein. Die Trigger sind sehr spezifisch: Wir benutzen eine Zahnbürste kaum für etwas anderes, und wir putzen uns die Zähne fast immer im Bad. Es gibt auch bestimmt bei jedem von uns einen typischen Ablauf beim Zähneputzen und wir machen es regelmäßig.
Das Tolle daran ist, dass dieses Ritual sehr mächtig ist. Wir denken nur selten darüber nach, ob oder ob nicht wir uns die Zähne putzen sollten. Wir machen es einfach automatisch. Und diesen Automatismus gilt es auch, beim Bloggen herzustellen.
Was wir dazu brauchen sind zum Einen die Trigger oder Charakteristika. Also irgendetwas, was beim Bloggen anders ist, als wenn wir normalerweise am PC sitzen. Das ist wichtig, damit in unserem Gehirn die Assoziationen zwischen dem Trigger und dem gewünschten Verhalten gelernt werden kann. Das kann durch einen speziellen Ort (Bloggen immer im Lieblingscafe oder im Lieblingssessel), eine spezielle Beleuchtung, Geschmack oder Geruch (Tasse Tee, Kekse) oder auch durch eine bestimmte Musik im Hintergrund geschehen. Die Optionen sind endlos. Wichtig ist dabei, diese Charakteristika so spezifisch zu wählen, dass sie mit dem Bloggen verknüpft werden können. Wichtig ist auch, dann nicht stundenlang in Facebook rumzusurfen, denn sonst bildet sich ein anderes Ritual aus.
Es gibt in der Literatur an verschiedenen Stellen die Zahl 21 als minimale Anzahl von Wiederholungen, bis sich ein neues Verhalten manifestiert. Ich bin mir aber nicht sicher, woher diese Zahl ursprünglich stammt und wie gut belegt sie ist.
3. Bereit sein, wenn die Muse küsst
Inspirationen können einen immer und überall überkommen – und meist kommen sie mir in Situationen, wo ich gerade nicht bereit dafür bin. Also am besten ein Notizbuch mitführen, oder alle Gedanken ins Smartphone eintippen oder auch Audionotizen aufnehmen (geht auch mit vielen Smartphones). So kann man ständig Ideen sammeln, und wenn man dann vor seinem Blog sitzt, hat man schon Ansätze, worüber man schreiben kann.
4. Es muss nicht immer auf den letzten Drücker sein und es muss nicht immer Shakespeare sein
Viele scheuen auch deshalb vor dem Schreiben zurück, weil sie sehr hohe Erwartungen an sich und ihre Werke stellen. Häufig ist das verbunden mit Prokrastination. Es gibt da die Mär von Leuten, die am besten unter Druck arbeiten können. Das wurde auch wissenschaftlich untersucht. Die vorläufigen Ergebnisse aus diesen Untersuchungen sind:
Es gibt verschiedene Theorien und Modelle zur Entstehung von Prokrastination, aber auf die will ich hier nicht weiter eingehen.
Es muss ja nicht immer Shakespeare sein. Also bewusst die eigenen Erwartungen runterschrauben und auch mal etwas veröffentlichen, mit dem man noch nicht so 100% zufrieden ist. Und auch bewusst dann schreiben, wenn der Druck noch nicht so groß ist.
5. Soziale Kontrolle
Wenn man den Kampf gegen den inneren Schweinehund häufig verliert, dann kann man sich immer noch Schützenhilfe von außen holen. Am Besten wäre eine Art “Cheerleader Team”, das einen aufbaut, unterstützt und positiv motiviert.
Das zweitbeste ist eine negative Konsequenz, wenn man gegen den Schweinehund verliert. Bei den Iron Bloggern zum Beispiel verpflichtet man sich, 5 Euro in die Bierkasse einzuzahlen, wenn man eine Woche nicht gebloggt hat.
Es gibt auch verschiedene Webseiten (bspw. Stick-K), bei denen man sein Ziel öffentlich verkünden kann, um dann mit Lob oder Schande überhäuft zu werden, wenn man das Ziel erreicht oder nicht erreicht.
6. Jeden Tag etwas schreiben
Leistungssportler trainieren ihren Körper jeden Tag. Musiker üben ihr Instrument jeden Tag. Das hilft ihnen dabei immer besser und besser zu werden. Für Leute, die kreativ schreiben wollen, ist es auch sinnvoll, jeden Tag etwas zu schreiben. Es muss nicht viel sein. Es muss nicht gut sein. Man muss es auch nicht unbedingt veröffentlichen. Es geht mehr darum, in einen Schreibrhythmus zu kommen. Und wer weiß, vielleicht kann man den einen oder anderen Text später irgendwann wieder verwenden?
Wie sagte schon der alte Michelangelo:
7. Habt Spass dabei!
Das ist vielleicht der wichtigste Tipp von allen!
Das waren meine Tipps zum regelmäßigen Bloggen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auch von Euren Erfahrungen und Euren Tipps zum regelmäßigen Bloggen schreibt.
Viel Spass beim Bloggen!
PS: Liebe Grüße an die Iron Blogger Berlin. Ich hoffe, die Bierkasse füllt sich auch weiterhin.